von Tom Waurig

„Pubertär“ – Patzelt geigt Pegida die Meinung

Galgen-Attrappe

Dresdens Politologe ist ein gefragter Gesprächspartner. (Mehr Demokratie / flickr.com, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

359 Tage beschäftigt Pegida die bundesdeutsche Öffentlichkeit. Ein Experte nach dem anderen versuchte sich seit dem in Interpretationen der asylkritischen Demonstranten. Werner J. Patzelt ist von Beginn an ganz nah dran an. Viele Pegidisten schätzen ihn, weil der TU-Professor ihnen zuhört, sie zu verstehen versucht und den selbsternannten „patriotischen Europäern“ nicht gleich einen ideologischen Stempel aufdrückt. Dafür hat Patzelt viel Kritik einstecken müssen.

Nichtdestotrotz schätzen vor allem die Journalisten seine eloquenten Analysen. Der Dresdner Politikwissenschaftler zählt nicht umsonst zu den gefragtesten Gesprächspartnern rund um die Pegida-Bewegung. Seine täglichen Pressestatements brachten ihm den abschätzigen Titel als Pegida-Versteher ein, den er sich im Wochentakt mit Landeszentralen-Chef Frank Richter teilte.

Kurz vor dem Jahrestag des montäglichen „Spaziergangs“, dem immer noch viele tausend Bürger folgen, schlug Patzelt nun einen deutlich anderen Ton an. In einem längeren Facebook-Posting machte sich der 63-Jährige in bekannter Manier Luft. Der Grund für seine Kritik: Vor zwei Tagen haben Anhänger Galgen mit den Namen von Sigmar Gabriel und Angela Merkel aufgestellt. Die Idee lieferte Pegida-Gründer Lutz Bachmann höchstselbst. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Den gestrigen Dienstag verbrachte ich auf einem über zehnstündigen Rückflug nach Frankfurt von einer Konferenz in Seoul....

Posted by Werner J. Patzelt on Mittwoch, 14. Oktober 2015

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