Aktuelles Magazin

von Willi Brase

Flüchtlingshilfe: „Strukturen wären kollabiert“

FREIWILLIGE

Wenn Freiwillige bis zur Erschöpfung arbeiten. (Foto: Franz Ferdinand Photography / flickr.com, Lizenz: CC BY-NC 2.0)

Selbstverständlich steht auch bei uns im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement die Versorgung von Flüchtlingen ganz oben auf der Agenda. Dazu hatten wir nicht nur in einer Runde die Vertreter der Bundesländer eingeladen, sondern in einer weiteren Sitzung Aktive, die von ihren Erfahrungen vor Ort berichteten. Vorrangige Forderungen sind die Möglichkeiten zur Qualifizierung und eine Unterstützung bei der Koordination der Aufgaben und auch von Engagierten. Weiterhin ist die Anerkennung von Engagement ein wichtiger Aspekt.

Eins ist klar: Ohne das Engagement von unzähligen Helferinnen und Helfer wären die Strukturen kollabiert und würden es wohl auch noch in der näheren Zukunft tun. Es kann nicht sein, dass Freiwillige bis zur Erschöpfung arbeiten. Ich sage hier bewusst arbeiten, denn das hat eigentlich nichts mehr mit freiwilligem Engagement zu tun. Deshalb muss der Staat hier seinen Aufgaben nachkommen, wie zum Beispiel im Pflegebereich und bei den Blaulichtorganisationen.

Infrastruktur des Helfens

Im nächsten Bundeshaushalt werden die Mittel für das Engagement nun deutlich aufgestockt. Im Bereich des Familienministeriums gibt es zusätzlich 10 000 Stellen im Bundesfreiwilligendienst - das sind allein 50 Million Euro. Sie sollen auch die Versorgung von Flüchtlingen unterstützen. Der Titel für Förder- und Weiterbildungsmaßnahmen in der Beratung in Flüchtlingszentren wurde erhöht und die Wohlfahrtsverbände bekommen mehr Geld.

Weitere 10 Million Euro werden für eine bessere Koordination bürgerschaftlichen Engagements eingestellt. Dabei geht es um die Förderung von Netzwerken. Aber auch die Engagierten in den Kommunen und Einrichtungen sollen sich auf eine gut koordinierte Hilfsinfrastruktur verlassen.

Der große Einsatz der Engagierten zeigt, dass die Zivilgesellschaft auch in Zukunft stärker an gesellschaftlichen Entwicklungen beteiligt werden muss. Mitgestaltung und -wirken sowie die Übernahme von Verantwortung für die Gestaltung des kommunalen Umfeldes sind wichtige Handlungsfelder.

Alle Beiträge des Bundestagsabgeordneten Willi Brase lesen Sie hier.

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