Aktuelles Magazin

von Tom Waurig

„Kampf um die Köpfe der Jugendlichen“

Mehmet Şenels Auftrag: Eine muslimische Sozialarbeit mit demokratischer Mission. (Foto: Stefan Daub)

Warum radikalisieren sich junge Menschen und geben sich religiösen Fanatikern hin? In Frankfurt arbeiten Universität und Moscheegemeinden zusammen, um genau das zu verhindern und ihnen einen Gegenentwurf zum gewaltbereiten Salafismus zu bieten. Ein Gespräch mit Mehmet Şenel, Leiter des Projektes „Hessische Muslime für Demokratie und Vielfalt“.

Couragiert-Magazin: Herr Şenel, Deutschland diskutiert nicht erst seit dem Attentat an der Berliner Gedächtniskirche über das Thema Deradikalisierung. Wie wird man in Zukunft verhindern können, dass sich junge Menschen der salafistischen Szene anschließen?

Mehmet Şenel: Es gibt zwei Bereiche, in denen wir tätig sein müssen. Erstens, Deradikalisierung – also die Intervention gegen Extremismus. Zweitens, Prävention. Wir müssen verhindern, dass sich junge Menschen überhaupt erst radikalisieren. In diesem komplexen Prozess spielen soziale Faktoren eine entscheidende Rolle. Diskriminierungserfahrungen, Gefühle der Nicht-Zugehörigkeit und Perspektivlosigkeit machen Jugendliche empfänglich für radikale Ideen. Der Fokus unserer Arbeit liegt auf Empowerment, wodurch die Jugendlichen die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie erfahren. Dafür verbinden wir sozialpädagogische Konzepte mit politischer Bildung.

Wird diese Vereinbarkeit denn überhaupt in Frage gestellt?

Im Laufe der Projektumsetzung haben wir mit Schrecken feststellen müssen, dass es darüber bisher gar keinen Diskurs gab – bei unserer Zielgruppe hat sich die Frage der Vereinbarkeit nicht gestellt. Weitgehend unbemerkt von Staat und Zivilgesellschaft hat sich in Teilen der muslimischen Jugendkultur der Rhein-Main-Region die Überzeugung verfestigt, dass Islam und Demokratie selbstverständlich nicht vereinbar seien: „Demokratie ist der Staat des Westens und das Kalifat der Staat des Islam“. Über das Narrativ der Unvereinbarkeit werden muslimische Jugendliche ideologisch radikalisiert. Danach bleibt einzig die Frage offen, mit welchen Mitteln sie für das Kalifat und die Scharia zu kämpfen bereit sind. In Hessen sind wir eines der wenigen Netzwerke, das sich für diese Vereinbarkeit starkmacht. Muslimische Jugendliche sind darüber oft völlig erstaunt. Auf unserer Facebook-Seite finden deshalb regelmäßig Diskussionen statt. Die längste Auseinandersetzung geht ausgedruckt über 40 DIN-A4-Seiten, wobei uns auch vorgeworfen wird, vom Glauben abgefallen zu sein und zu unserer Tötung aufgerufen wird.

Die Propaganda salafistischer Gruppierungen oder des IS spricht besonders junge Männer an, die nach Anschluss und Zugehörigkeit suchen. Wie sieht ein passender Gegenentwurf aus?

Der Gegenentwurf dazu ist eine muslimische Sozialarbeit mit demokratischer Mission. Salafisten und extremistische Netzwerke wie Hizb ut-Tahrir bieten im Grunde die bessere Sozialarbeit an – das heißt, sie kümmern sich um die Jugendlichen, hören sich deren Probleme an, bieten ein Wir-Gefühl, vermeintliche Lösungen, Identität, Stärke und letztendlich auch eine Perspektive. Das ist die Vorgabe, gegen die wir im Kampf um die Köpfe und Herzen der Jugendlichen mit besseren Angeboten bestehen müssen. Es muss deutlich werden, dass muslimische Jugendliche Möglichkeiten haben, sich gegen Diskriminierung zu wehren, ihre Interessen zu formulieren, sich dafür einzusetzen und mit ihren Anliegen auch Gehör zu finden. Durch Partizipation und Teilhabe wird Demokratie von einem abstrakten Staatsmodell zu einer für die Jugendlichen konkret erlebbaren Praxis.

Fragen der muslimischen Jugend werden nicht ausreichend bedient, weiß Şenel. (Foto: Stefan Daub)

Warum ist das so entscheidend?

Radikalisierung basiert häufig auf einem Opfernarrativ. Ideologisierte Gewaltstraftäter legitimieren ihre Handlungen auch damit, weil sie diese als ein Sich-Wehren verstehen. Wenn Prävention erfolgreich sein soll, müssen wir die jungen Menschen aus dieser Opferrolle herausholen, indem wir ihnen die Möglichkeit zu Selbstwirksamkeit geben – klassisches Empowerment also.

Welche Rolle spielt die Religion bei der Suche nach Identität?

Viele Jugendliche, die sich radikalisieren, sind zunächst gar nicht religiös. Sie sind vielmehr auf der Suche nach Gemeinschaft und Identität. Dominante gesellschaftliche Diskurse über „den Islam“ und „die Muslime“ führen aktuell zu einer Religionisierung jugendlicher Identitäten. Gleichzeitig wird die vermeintlich muslimische Identität eher problematisiert und abgewertet. Daraus entstehen vermehrt identitäre Konflikte – innerfamiliär und gesellschaftsbezogen. Aufgrund des Mangels an authentisch muslimischen, deutschsprachigen und vor allem jugendgerechten Alternativen wird dieses Vakuum von extremistischen Netzwerken und ihren Diskursen bedient. Sie missbrauchen die Suche nach religiösen Identitätsankern für politische Zwecke. Das ist auch ein Problem der Präventionsarbeit.

Das müssen Sie erklären.

Prävention wird keinen Erfolg haben, wenn wir das jugendliche Bedürfnis nach Gemeinschaft und Identität vernachlässigen. Ansonsten würde die bestehende Arbeit von Schulen, Moscheegemeinden, der Schulsozial- und Jugendarbeit ausreichen. Es ist aber ein strukturelles Problem, weil die Träger entweder staatlich, säkular oder christlich organisiert sind und im Falle der Islamverbände oft keine selbstbestimmten, deutschsprachigen Angebote zulassen. Die spezifischen Fragen der muslimischen Jugend werden nicht ausreichend bedient – außer von extremistischen Netzwerken.

Was genau sind diese Fragen?

Erfahrungsgemäß bewegen sich die Fragen im Spannungsfeld zwischen Religion, Identität und Politik. In Hessen gibt es meines Wissens nur eine Moschee, die regelmäßig deutschsprachige Freitagspredigten anbietet. Jugendliche, die auf der Suche nach für sie verständlichen, deutschsprachigen Predigten sind, landen also früher oder später in dieser Moschee, die vom hessischen Verfassungsschutz den Muslimbrüdern zugerechnet wird. Man kommt also nicht umhin, hierbei vom Versagen der Islamverbände zu sprechen. Außerdem politisieren sich muslimische Jugendliche zusehends. Viele erleben zum Beispiel die zivilen Opfer der Kriege im Irak oder in Syrien oder auch die andauernden Bombardements von Ländern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung als ungerecht. Gleichzeitig gibt es eine andauernd defizitorientierte, negative Berichterstattung über „die Muslime“. Jugendliche erleben dies in Form von zunehmender Diskriminierung.

Und in diese Lücke stoßen extremistische Netzwerke.

Exakt! Die Extremisten propagieren einen vermeintlichen Kreuzzug des Westens gegen die Muslime. So wird ein politischer Diskurs religiös geprägt und anschlussfähig, weil negative Erfahrungen und gesellschaftliche Benachteiligung als Teil des „Kreuzzuges“ vermittelt werden. Jugendliche erleben dieses Opfernarrativ paradoxerweise als Empowerment, da sie sich so als Teil einer muslimischen Gemeinschaft fühlen können. Aus diesem Grund müssen wir Diskriminierungserfahrungen ernst nehmen, die Suche nach religiöser Identität begleiten, aber auch Selbstwirksamkeit ermöglichen und universelle Werte wie Demokratie und Menschenrechte vermitteln.

„Wahrscheinlich wollen die Islamverbände keine selbstbestimmte Jugendarbeit.“ (Foto: Stefan Daub)

Sie arbeiten eng mit den Moscheegemeinden in Hessen zusammen. Warum haben Sie sich gerade für dieses Herangehen entschieden und vor welchen Herausforderungen stehen die Gemeinden?

Es gibt eine Kooperation zwischen dem Institut für Islamstudien an der Universität Frankfurt, das die Trägerschaft innehat, und zwei unabhängigen Moscheegemeinden. Eine solche Zusammenarbeit ist selten und wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ gefördert. Es ermöglicht uns, genau dort anzusetzen, wo Jugendliche mit muslimischer Identität einen Bezugspunkt haben. Im Sozialraum der Moschee gewinnt das Projekt nicht nur an Authentizität, sondern erhält auch die nötigen Zugänge in die muslimische Jugendszene. Die pädagogische Arbeit wird von den Jugendkoordinatorinnen und -koordinatoren der Moscheegemeinden getragen, die neben dem Studium an einem Mentoring-Programm teilnehmen, das sie für die muslimische Jugend- und Gemeindearbeit qualifiziert. Unsere Studierenden der Islamischen Theologie können auch Angebote zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Salafiyya oder Empowerment besuchen. Im vergangenen Jahr haben gut 300 Aktionen stattgefunden. Trotz intensiver Bemühungen haben wir allerdings bis heute keinen der hessischen Islamverbände für eine Teilnahme an unserem Projekt gewinnen können.

Woran liegt das?

Darüber kann ich nur mutmaßen. Wahrscheinlich wollen die Islamverbände keine selbstbestimmte Jugendarbeit. In unserem Projekt arbeiten wir nach dem Bottom-up-Prinzip. So ermöglichen wir den Jugendlichen selbst die Diskurse zu bestimmen und entsprechende Aktivitäten zu organisieren. Die Jugendarbeit der Islamverbände hingegen funktioniert weitgehend nach dem Top-down-Prinzip. Der Rahmen wird dabei von den Funktionären vorgegeben. Politische Themen sind meist unerwünscht und bleiben außen vor.

Der Zugang zur Zielgruppe ist der erste Schritt. Wie gelingt es Ihnen, dass die Jugendlichen aus den Moscheegemeinden auch tatsächlich an den Seminaren teilnehmen?

Seit nunmehr fünf Jahren berate ich die AG Türkischer Moscheevereine in Frankfurt. So waren die Hamidiye Moschee in Frankfurt und die Türkische Kulturgemeinde Fechenheim von Beginn an in die Entwicklung des Projektes eingebunden. Unsere Jugendkoordinatorinnen und Jugendkoordinatoren wiederum, sind in den Gemeinden aufgewachsen und leiten einen Debattierclub, zwei Jungen- und zwei Mädchengruppen sowie eine Kindergruppe. Sie sind die engen Vertrauten der Jungs und Mädels und in die pädagogische Bearbeitung ihrer Problemlagen involviert. Wenn die Jugendgruppen über mögliche Veranstaltungen diskutieren, abstimmen und sich selbstbestimmt für ein Seminar entscheiden, dann ist das ihr Seminar, zu dem sie auch ihre Freundinnen und Freunde mitbringen. Sie erleben den Prozess der Entscheidungsfindung als demokratische Praxis und als Antwort auf die Frage, ob Demokratie und Islam miteinander vereinbar sind. Sie erleben es gewissermaßen als Selbstverständlichkeit.

„Extremisten propagieren einen vermeintlichen Kreuzzug des Westens gegen die Muslime.“ (Foto: Stefan Daub)

Können Sie ein Beispiel geben?

Die Palette ist sehr breit. Es gab Diskussionsrunden zum IS, zum Thema Zwangsheirat, zur Bedeutung des Dschihad oder der Scharia. Auch ein Workshop zur Diskriminierung in der Schule fand statt. Am Ende des Ramadan haben die Jugendlichen Essen mit Drogenkranken geteilt oder ein Fußballturnier zugunsten der Flüchtlingshilfe ausgerichtet. Anderntags fand eine Kermes mit Kinderprogramm oder ein Literaturtag in der Moschee statt. Vor dem Französischen Generalkonsulat in Frankfurt haben die Jugendlichen auch an einer Demonstration gegen das Burkini-Verbot teilgenommen.

Das hehre Ziel ist ein eigener Landesjugendverband in Hessen. Welche Aufgaben soll dieser haben?

Ein solcher Verband sollte muslimischen Jugendlichen die Möglichkeit zur landesweiten Vernetzung geben, um das eigene Engagement auf eine jugendpolitische Ebene zu heben und Zugänge in die Stadtjugendringe und den Landesjugendring zu ermöglichen. Das wäre eine wichtige Form von institutioneller Integration, von demokratischer Partizipation und Teilhabe. Dabei spielen Kooperationen mit anderen Jugendorganisationen natürlich eine wesentliche Rolle, um in Zukunft gemeinsame Projekte verwirklichen zu können. Ich bin der Meinung, dass sich katholische, evangelische, jüdische und muslimische Jugendliche auch gemeinsam für Umweltschutz einsetzen könnten. Deshalb wäre es durchaus wünschenswert, wenn sich aus unserem Projekt heraus ein selbstorganisierter Verein entwickeln würde, um das zu etablieren, was wir angeschoben haben. Allerdings erscheint dieses Vorhaben zurzeit schwierig, weil die Islamverbände die Zusammenarbeit verweigern.

Strukturen sind das eine, aber sie müssen auch genutzt werden. Wie wollen sie das sicherstellen?

Ein solches Vorhaben muss vor allem authentisch sein – zielgruppenspezifisch, ressourcenorientiert und selbstbestimmt. Ansonsten wird es keinen Erfolg haben. Muslimische Jugendliche müssen es selbst in die Hand nehmen und Selbstwirksamkeitserfahrungen machen können. Das Problem ist nicht der Zugang zur Zielgruppe. Unsere Veranstaltungen werden von einigen hundert muslimischen Jugendlichen besucht. Unser Problem ist die fehlende Unterstützung der Islamverbände beim Aufbau einer engagierten, selbstbestimmten, demokratisch organisierten Jugendarbeit. Deshalb haben unsere Aktiven den Verein „Mpower“ gegründet, der nun versucht, einen muslimischen Jugendtreff in Frankfurt zu etablieren, der sich auch für demokratische Haltungen und Prinzipien stark macht. Es braucht genau diese Strukturen außerhalb der Moscheegemeinden und ihrer Verbände – selbstorganisierte Sozialräume mit sozialpädagogischer Betreuung.

2015 wechselte Şenel an das Institut für Islamstudien der Universität Frankfurt. (Foto: Stefan Daub)

Sie bilden Jugendliche weiter, damit sie partizipieren zu können. Gleichzeitig scheint der Islam für viele Außenstehende eine Black Box zu sein. Was kann man tun, damit die Sensibilität wächst?

Der größte Mangel besteht tatsächlich im demokratischen Engagement. Wenn sich muslimische Jugendliche vermehrt zivilgesellschaftlich engagieren und positiv in Erscheinung treten würden, wird aus dem Unbekannten – das erfahrungsgemäß ein Gefühl von Angst hervorruft – etwas Vertrautes. Durch den persönlichen Kontakt und die individuelle Begegnung, bekäme der Islam ein menschliches Gesicht, das Ängste abbaut. Unter anderem ist aus diesem Grund die Muslimfeindlichkeit im Westen geringer, als im Osten. Allein an der Universität gibt es Ideen genug – Moscheeführungen mit thematischen Workshops für Jung und Alt zum Beispiel. Eine andere Möglichkeit ist die Begegnung zwischen Nicht-Musliminnen und Nicht-Muslimen aus den neuen Bundesländern und Musliminnen und Muslimen aus dem Westen des Landes. Warum gibt es mehr Austausch zwischen Deutschland und Frankreich, als zwischen Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main? Warum gibt es keine Programme, um die Jugendlichen aus beiden Städten zusammenzubringen? Es würde dabei helfen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und stereotype Identitätsmuster aufzubrechen.

Sie kritisieren, dass muslimische Gläubige wenig selbstorganisiert sind und sich aus diesem Grund oft machtlos fühlen. Wie kann der Weg hin zu einer Lösung aussehen?

Das Dilemma auf muslimischer Seite ist, dass die Struktur islamischer Dachverbände hierarchisch funktioniert. Selbstorganisation und Selbstwirksamkeit wird nicht nur nicht gefördert, sondern strukturell behindert. Auf der anderen Seite müssen Staat und Zivilgesellschaft verstehen, dass wirksame Präventionsarbeit nur in Kooperation mit engagierten Musliminnen und Muslimen vor Ort funktioniert. Deshalb müssen wir ganz genau hinschauen, welche Partner dafür in Frage kommen und ob sie in der Arbeit mit Jugendlichen für die Vereinbarkeit von Islam, Demokratie und Menschenrechten stehen.

Gibt es noch andere Bausteine?

Durch die Anbindung an die Universität verfügen wir über Ressourcen, um praktische Erfahrungen und unsere konzeptionelle Expertise in der Jugendarbeit und politischen Bildung mit Musliminnen und Muslimen anderen Projekten zur Verfügung zu stellen. Daraus ließen sich beispielsweise Module für die Qualifikation in der Sozialen Arbeit und der Islamwissenschaft entwickeln. In der Sozialen Arbeit sind Musliminnen und Muslime unterversorgt. Es fehlen nicht nur die zielgruppenspezifischen Angebote, sondern auch entsprechende Fachkräfte, die das umsetzen können. Der Bedarf aber ist riesig. Zu lange haben wir die Vermittlung von allgemeingültigen Normen – die beispielhaft im Grundgesetz zusammengefasst sind – vernachlässigt. Die gegenwärtige gesellschaftliche Polarisierung sollte uns eines Besseren belehren. Es braucht also spürbare Lösungen, weil Rechtspopulisten und Islamisten ansonsten glaubhaft vermitteln können, dass es auf die bestehenden Probleme keine Antworten gibt. Die Spaltung der Gesellschaft wäre die tragische Folge.

Mehmet Şenel war als Jugendlicher Teil einer türkischen Streetgang – die Probleme der muslimischen Jugendlichen kennt er aus eigener Erfahrung. Schließlich bekam er die Kurve und war der erste Türke, der sein Abitur mit einem Notendurschnitt von 1,1 abschloss. An der Universität in Bristol studierte Şenel Politikwissenschaft, in Manchester Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Später leitete er die Bildungsstätte Hadamar und eine Beratungsstelle des Violence Prevention Network in Hessen. 2015 wechselte Şenel an das Institut für Islamstudien der Universität Frankfurt und koordiniert dort das Projekt „Hessische Muslime für Demokratie und Vielfalt“.

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