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von Tom Waurig

7 Millionen Klicks: Singen gegen die AfD

Jennifer Rostock

Die Rockband ist bekannt dafür sich in das politische Geschehen einzumischen.

Es braucht nicht wirklich viel, um einen viralen Hit im Netz zu landen. Im neuesten Fall reicht eine stimmgewaltige Sängerin, die mit ihrem Keyboarder vor einem gut gefüllten Bücherregal sitzt und sich politisch klar positioniert. „Dann wähl die AfD“, singt Jennifer Weist in ihrem Video.

Die Frontfrau der Rockband Jennifer Rostock wuchs selbst auf der Insel Usedom auf und sendet vor der Landtagswahl am kommenden Sonntag eine eindeutige Botschaft an ihre mecklenburg-vorpommerschen Mitbürger. Skizzenhaft beschreibt sie das Wahlprogramm der AfD – Frauen an den Herd, schlecht bezahlte Arbeit und Gegner des gesellschaftlichen Fortschritts.

Die Rockband ist bekannt dafür sich in das politische Geschehen einzumischen oder Position gegen rechtsextreme Gewalt zu beziehen. „Aber nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“, fasst Weist in dem zweiminütigen Stück zusammen. 7,1 Millionen Mal wurde das Video bereits aufgerufen, bekam in 24 Stunden 137 000 Likes und wurde fast 120 000 Mal geteilt.

Warum ihr Protestsong dem politischen Klima im nördlichen Bundesland durchaus gerecht wird, zeigt eine neue Umfrage des Instituts Insa. Demnach könnte die AfD mit 23 Prozent tatsächlich vor den Christdemokraten landen, die nur auf 20 Prozent der Stimmen kommen.

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